Gefühlsnebel

Von einer alten Tatra-Bahn lasse ich mich vor dem Regen beschützen. Die harte Sitzschale wird zum Sessel. Die laute Heizung zum Kamin.

Regentropfen an der Scheibe. Nach und nach beschlagen die Fenster und erzeugen surreale Nebellandschaften.

Im Grunde ist die Bahn wie mein Herz. Die Hitze im Innern verschleiert die Vernunft. Dichter Gefühlsnebel.

Wie soll man da klar sehen? Erst, wenn das Herz sich etwas abgekühlt hat, wird die Sicht nach außen wieder frei.

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Ein Gedanke zu “Gefühlsnebel

  1. Liebender Archivar der Gedankenkinder

    Die Hitze meiner Leidenschaft
    Von Ängsten geschürt
    Emotionalisiert meine klaren Gefühle
    Wie Wut Angst Trauer und Freude
    Zu nebeligen breiigen Nass um mich her
    Erst wenn mein Herz lichterloh brennt
    In unbegrenztem Lieben
    Verdunsten die Schleier
    Wie an einem himmelsklaren Sommertag

    danke
    Dir Joaquim

    Gefällt 2 Personen

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