Meinem ‚Ich‘ auf der Spur

Ich bin ein Träumer, ein Erschaffer.

Welten, Figuren, Szenen und ab und an auch Melodien – es gibt nichts, das mir im Traum unmöglich ist.

 

Ich bin ein Denker, ein Schweigender.

Unbemerkt gehe ich durch die Welt. Gelegentlich hinterlasse ich mit meinen Gedanken Abdrücke in den Seelen meiner Mitmenschen.

 

Ich bin ein Blinder im Reich der Gerüche.

Alles scheint stumpfer, schmeckt fahler. Was ich verpasse, kenne ich nicht. 

 

Ich bin ein Vereinfacherer, ein Erklärer.

Ich verunkompliziere Dinge, bringe große Probleme wieder in eine lösbare Form. 

 

Ich bin ein Lernender, ein Wissbegieriger.

Unnützes Wissen gibt es nicht. Auch in der Kunst, auch in Träumen verstecken sich Lehren.

  

Ich bin ein Lügner, ein Feigling.

Ich renne lieber davon, als zu kämpfen. Meine Worte könnten meine Waffe sein, doch ich banne sie auf Papier, mache einen Schild aus ihnen.

 

Ich bin ein Verzweifelnder, ein einfacher Mensch.

Vielen Dingen bin ich nicht gewachsen. Ich habe Angst, bin wütend, verzweifelt.

  

  

 

Aber ich bin auch ein Hoffender, ein Liebender.

Ich hoffe, Gutes bewirken zu können.

Ich hoffe, den Menschen, die ich liebe so nützlich wie möglich zu sein, aufopfernd.

Ich hoffe, bis zum Schluss durchzuhalten.

Ich liebe diese selbstaufzehrende Eigenschaft an mir – ein Familienfluch, wie mir scheint.

Ich liebe meine Familie, meine Freunde.

Ich liebe.

 

 
 

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