Plattenbau-Lyrik

Eine braune Fassade strahlt in der Sonne,

Vor dem Haus wühlen Krähen in einer Tonne. 

Auf dem Balkon steht ein Raucher, blickt ins Licht, 

Die Sorgen verblassen, er bemerkt sie nicht. 

 

Zwei Frauen pilgern mit Aldi-Taschen, 

Ein Mann auf der Bank mit gläsernen Flaschen. 

Ein Kind zerrt am Mantel seiner Mutter, 

Der Nachbar gibt dort der Katze Futter. 

 

In der nächsten Platte, man vermutet es nicht, 

Schreibt eine Seele dort ihr Gedicht. 

Sie denkt sich was aus und übertreibt, 

Bis etwas entsteht, das sich gut reimt. 

 

Allein nur die Sonne ist nicht erdacht 

Sie hatte dem Schreiberling Freude gemacht.  

Die Realität, sie tut heut‘ nicht weh 

Und zufrieden nippt er an seinem Kaffee. 

 

 
 

 

Advertisements

5 Gedanken zu “Plattenbau-Lyrik

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s