Frische Tinte

Der Geruch von frischer Tinte –

Frischgedrucktes schwarzes Wort.

Hätte ihn fast ganz vergessen,

War nie da und blieb stets fort. 

 

Viel zu spät dacht‘ ich an dich,

Wusste nicht: Was soll ich schenken?

Eiligst schrieb ich ein Gedicht, 

Lieblos, könnte man wohl denken. 

  

Eine Lüge wollt ich sprechen,

Weil ich doch voll Liebe bin. 

Doch zum Glück fiel mir noch ein –

Mir, nicht dir, fehlt dieser Sinn. 

   

Und so hättest du gerochen,

Junge Zeilen, frisch gebor’n. 

Sind zwar neu, doch trotzdem ehrlich! 

Bitte zügle deinen Zorn. 

   

Doch du klopfst mir auf die Schulter,

Kennst mich, weißt doch, wie ich bin. 

Meine Worte, frische Tinte —

Wertvoll so, auch ohne Sinn. 

  

 

 

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