Gespräch mit Gott

Letzte Nacht träumte ich von jener Gestalt, die ich, da ich nun wach bin, nicht mehr zu beschreiben vermag.

Mir ist jedoch bewusst, dass sie etwas Göttliches an sich hatte. Und ich erinnere mich an die Worte, die wir austauschten:

   

– Wer bist du?

– Ich bin Gott.

– Ich bin nicht gläubig.

– Warum nicht?

– Weil so viel Schlechtes auf der Welt passiert. Wenn es ein allmächtiges Wesen gäbe, hätte es doch eingreifen müssen?

– Findest du?

– Aus großer Macht folgt große Verantwortung! Wenn du existierst, wo bist du dann?

– Ich bin IN den Menschen. Ich habe meine Seele in jedem von euch versteckt.

– Gott ist IN uns?

– Ein Teil meiner Seele steckt in Jedem von euch, ja. Jeder von euch kann kleine Wunder vollbringen.

– Das reicht nicht! Die Welt braucht mehr als kleine Wunder!

Dann tut euch zusammen! Ihr seid so viele, täglich werden es mehr…Tut euch zusammen, dann könnt ihr große Wunder vollbringen.

  

   

   

   

   

   

Ich träume nicht oft von religiösen Themen. Nur ein Mal erhaschte ich einen Blick in das Leben nach dem Leben. Nur ein Mal sah ich den Tod.

Und jetzt sprach ich mit Gott.

Den Gedanken, dass in jedem von uns etwas Göttliches steckt, kann ich nicht mehr loslassen. Es wäre ja fast zu einfach, zu offensichtlich.

Aber natürlich ist es noch einfacher, die Verantwortung an jemand Größeren abzugeben…und die Schuld gleich mit.

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13 Gedanken zu “Gespräch mit Gott

  1. Gott gibt also die Schuld an die Kleineren ab, die den Fehler seiner Schöpfung wieder richten sollen, indem sie sich zusammen tun und Wunder wirken? Das erinnert mich an die Manager der Autofirmen, die die Abgaswerte manipuliert haben und trotzdem noch Boni und Skonti kassierten 😉

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  2. Eher die Verantwortung 🙄
    Nehmen wir an, Gott sei gestorben:
    Dann muss doch diese Energie (Energie-Erhaltungssatz) irgendwo hin sein. Warum also nicht die Seele (=Energie) auf seine Schöpfung übertragen?
    Manch einer sieht Gott in der Natur (Romantiker?), mancher in seinen Geschöpfen.
    Wenn jeder nur einen Teil seiner „göttlichen Seele“ abbekommen hat, würde das Argument meines Traum-Gottes, nämlich, sich zusammen zu tun, durchaus gelten.

    Er gab seine Seele, sich und somit die Verantwortung an uns ab.

    (Wie gesagt…bin nicht gläubig. War ein abstrakter Traum, der seine Spuren hinterlassen hat) ☺

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  3. Vorausgesetzt es gibt einen Gott und die Welt hat sich nicht durch andere Kräfte entwickelt .. Also mir hat sich noch keiner vorgestellt, der mit einer „göttlichen Seele“ punkten möchte 😉

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  4. Ist doch gut. Ich glaube ja auch zu Zeiten an Gott und es hilft mir. Da gbit es eine Geschichte von Poe, wo ein Mensch auf einem ruderlosen Schiff ist, der niemals an etwas anderes glaubte, als an Wissenschaft und als das Schiff dann in einem Strudel versinkt, ruft er: „Oh Gott!“

    LG PP

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  5. Ein hochinteressanter Traum. Wenn die Menschen nicht von den uralten Mikroorganismen, sondern wirklich von Gott stammen, dann ist unser Atem, unser Herzschlag und alles andere, was damit verbunden ist, die reine Kraft Gottes, die in uns wirkt. (siehe 1.Mose 2:7) Deswegen versucht die Welt diese Erkenntnis mit allen Mitteln zu bekämpfen, damit die Menschen „ungläubig“ werden, aber in Wirklichkeit sind wir ohne Gott nichts anderes als Verbrecher und Sünder, deren „Glaube in Notsituationen“ auch ziemlich verbrecherisch und egoistisch bleibt.

    Wer aber nicht nur aus Not an Gott zu glauben beginnt und nach ihm zu suchen, der wird irgendwann (vielleicht auch ungewollt, aber vom Geist Gottes geführt) auf Jesus und auf das Evangelium stößen, weil das ist Plan Gottes für jederman. (siehe Johannes Ev. 14:6) In Jesus bekommen alle Fragen gerechte Antworten. Man soll nur fragen.

    Ich würde Ihnen vielleicht auch das Buch „Träume und Visionen“ von Tom Doyle / Greg Webster empfehlen. Es sind einzelne Berichte, wie Jesus sich den Muslimen durch Träume offenbart. Ich habe geweint, als ich dieses Buch gelesen habe…

    Liebe Grüße,
    Michael

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  6. Wenn es einen Gott gäbe, und ich glaube nicht, dass es ihn gibt, warum hat er die Menschen nie bei etwas gestoppt? Warum gab und gibt es unendlich viel Leid, Hunger und Tod? Auf die Hoffnung, das bisschen Seele von ihm in jedem von uns, ist wohl gründlich schief gelaufen. Oder hat uns doch etwas Überirdisches vor noch Schlimmern bewahrt? Ich weiß es nicht. Aber wenn es da oben jemanden gibt, dann könnte es sich deutlich mehr anstrengen.

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  7. Auch wenn ich gerade, wie wahrscheinlich sehr viele andere Menschen, an akutem Weltschmerz beziehungsweise Verzweiflung angesichts der Welt, wie sie ist, leide, kann ich zu diesem Thema doch eines sagen: Wenn ich das Glück habe, kreativ arbeiten zu können, ein Gedicht oder Prosa zu verfassen, wenn ich diese magische, glitzernde Kraft in mir spüre, die mich dies vollbringen lässt, dann fühle ich mich, als sei Gott ein Teil von mir oder zumindest, als hätte ich Teil an einer Energie, einer Macht, die die Welt zusammenhält. Zumindest an guten Tagen … 😉

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  8. Möge es viele gute Tage geben 😊
    Kenne das Gefühl,das du beschreibst.
    Vielleicht ist ebendieses Gefühl der Grund für den Glauben (an die eigene Schaffenskraft).
    Ob von Gott gegeben, oder aus sich selbst heraus, ob aus der Natur, oder den Menschen aus der eigenen Umgebung: Spielt es denn eine Rolle?

    Ein schönes Wochenende und Grüße aus dem Gedankenarchiv 🙄

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