Letzte Chance #2

Emily besuchte ich nach dem Schulwechsel nur ein einziges Mal.  

Sie war es, die mir mit Didl-Karten Rommée beibrachte, die mit mir alle TKKG-Kasetten durchhörte.
Emily war meine beste Freundin und wohnte in einem Haus. Im Garten schaukelten wir im Schatten eines Kirschbaumes. Ab und an kam die Mutter heraus und bot uns Limonade an.  

Als ich auf dem Rückweg meinen Vater fragte, ob er mich öfter mit Auto vorbei bringen könnte, sagte er mir Folgendes:

„Aus den Augen, aus dem Sinn.“

     

Ich wünschte, ich hätte meinen Trotz von damals behalten.

Ich wünschte, er hätte Unrecht gehabt.

Ich wünschte, ich könnte Emily für das kleine Stückchen Kindheit danken.

   

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