Nachgejagt

Ich setzte einen Fuß vor den anderen, dann beschleunigte ich meine Schritte bis ich schließlich rannte.

Hinter mir mein Kumpel, der mich von meiner Jagd abhalten wollte.

Neben mir Menschen, die beunruhigt auf Abstand gingen.

Sie alle wollten nicht, dass ich dich finde.

Aber ich bin gerannt und gerannt. Und ich habe dich gefunden.

Du lagst auf seidenen Laken, schenktest mir ein einladendes Lächeln. Wir hatten nicht viel Zeit einander anzusehen, doch wir konnten nicht anders.

Als ich dich berühren wollte, zogst du dich zurück. Ein Tabu, das nicht gebrochen werden sollte.

Doch ich verstand nicht, warum und streckte meine Hand nach dir aus. Haut auf Haut, zwei Herzen im Einklang.

Plötzlich war ich du. Und vor mir stand niemand. Ich war weg und du,

also ich, 

war ganz allein.

  

An einer Brücke lehnend traf mich mein Kumpel an.

„Jetzt weißt du es also“, stellte er fest.

Und ich wusste es.

Ich wusste, dass es dich gar nicht gab, sondern du ein Teil von mir warst. Ohne Zweifel existent, aber dennoch nicht zu erreichen.

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