Mein Leben als Gedankenarchivar

Meine Aufgabe ist das Archivieren von Gedanken. Ich sammel große und kleine, abstrakte und einfache Kopfgeburten. Am Liebsten verknüpfe ich sie miteinander, webe Ideen und kurze Geschichten aus ihnen. 

Die meisten der Gedanken sind zu scheu für das Papier. Nie verlassen sie das Archiv. Hier zwischen den alten Regalen und Kartons sind sie zuhause. Im Dunkeln zwar, doch dafür sicher.

So teile ich morgens mein Frühstück mit ihnen. Mittags lese ich neue Gedanken auf der Straße auf. Am Nachmittag fahren wir gemeinsam mit der Straßenbahn zum Archiv. Zum Abendbrot sitzen alle Mitglieder zusammen am Tisch.

Der Archivar und seine Gedankenkinder.

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